Horizont erweitern für Anfänger

2010
03.08

Öfter mal was neues… Letzte Woche haben wir beim Yoga Mantra-Singen gemacht. Ich war ziemlich irritiert, als wir alle einen Zettel bekamen, auf dem dieses hier (tatsächlich in lila) zu lesen war:

Gobinde Mukande Udare Apare
Hariang Kariang Nirname Akame

Mittlerweile habe ich mich etwas schlauer gemacht und herausgefunden, dass das Folgendes bedeutet:

Erhaltender, Befreiender, Erleuchtender, Grenzenloser,
Zerstörender, Erschaffender, Namenloser, Wunschloser

“Dieses Mantra öffnet uns für Mitgefühl und Geduld. Es reinigt unsere Aura. Es arbeitet an karmischen Blocks, Irrtümern und Problemen aus der Vergangenheit, die wir noch mit uns tragen.”

Isabelle zeigte uns dann noch die Bewegungen, die wir mit den Händen beim “Singen” dieser Worte machen sollen. Was soll ich sagen? Wir haben das ca. 10 Minuten gemacht. Die ersten paar Minuten kam ich mir ganz furchtbar lächerlich vor, aber dann habe ich mich zusammengerissen und mir gedacht, ich mach’ das jetzt einfach mal richtig mit. Mit ein wenig Konzentration auf die Sache ist mir das dann auch gelungen. Auch wenn mich mein mantra-singender Papa neben mir immer wieder abgelenkt hat. Wer bekommt sowas schon mal zu sehen und zu hören? ;)

Jedenfalls… Wenn man in eine Art Flow kommt, fühlt es sich wirklich gut an und ich finde, das war eine tolle Erfahrung. Ich hoffe sogar, wir machen das bald noch mal.

So ungefähr sieht das übrigens aus:

Freitags-Füller

2010
03.05

Von hier :)

1. Gestern habe ich gelernt  dass einen längst abgehaktes schnell wieder einholen kann .

2. Mir ist egal wo sich Freunde und die Familie treffen.

3. In all diesen Jahren habe ich so unglaublich viel erlebt und freue mich auf die nächsten .

4.  Heute hatte ich schlechte Laune, weil der Strom im Büro aus war, als ich angekommen bin.

5. Die Wahrheit ist ,  nur weil Lena so süß ist, merkt keiner, dass sie nicht singen kann .

6.  Dass die Sonne zum ersten Mal warm schien , das habe ich von dem Tag am deutlichsten in Erinnerung .

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf schlafen, war eine anstrengende Woche , morgen habe ich ein bisschen shoppen gehen geplant und Sonntag möchte ich  ausschlafen, lesen, richtig bloggen und nicht in die Kälte raus!

Das Heidenkind in der Umweltbank

2010
03.01

Freitag hab’ ich es vollbracht: Raus aus der Kirche, rein in die GLS-Bank.

Schritt 1 führte mich ins Amtsgericht Bochum. In einem Gericht war ich schon so lange nicht mehr, dass ich mich doch sehr über die Flughafen-Zustände dort gewundert habe. Und wie immer wurde mir komisch, mein kostbares Handy durch die Röntgenstrahlen zu schicken. Es zeigte sich aber zum Glück unbeeindruckt. Die zwei Damen in “Zimmer 221 – Kirchenaustritt” waren wirklich sehr freundlich. Da ich weder Studentin noch HartzIV Empfängerin bin, hat mich das Ganze 30 EUR gekostet und nach ca. 10 Minuten wurde ich rechtsbelehrt und bin nun ja – was eigentlich? Bin ich jetzt keine Christin mehr? An Gott habe ich ja vorher schon nicht richtig geglaubt. Auf jeden Fall war das ein ganz komisches Gefühl, als ich mit dem Satz “Sie sind nun konfessionslos” entlassen wurde. Ein bisschen schuldig sogar. Was ich eine Unverschämtheit finde. Und ein bisschen frei und revolutionär. Was ich toll finde. Als ich dann vor dem Gericht Toto & Harry gesehen habe, war ich aber auch schon wieder abgelenkt und hab nicht mehr drüber nachgedacht.

Schritt 2 führte mich dann im Regen patschnass geworden zur GLS-Bank. Irritiert stand ich vor dem roten Gebäude. Wirkt so aggressiv, in meiner Vorstellung war es frühlingshaft grün-weiß ;) Innen drin sieht es aber sehr schön aus, ist allerdings keine Bank, sondern ein Verwaltungsgebäude. Von der Dame am Emfpang wurde ich freundlich empfangen, danach war ich allerdings ein wenig enttäuscht. Ich muss dazu sagen, dass die Dame, die mich beraten hat, wohl sehr von mir überrumpelt wurde (auch sie war gerade patschnass aus dem Regen gekommen), denn eigentlich muss man einen Termin vereinbaren. Das war aber nicht meine Schuld, denn ich hatte vorher angerufen und man sagte mir, ich könne ruhig vorbeikommen. Jedenfalls war auch die Berater-Dame sehr freundlich, aber sie und alle anderen dort sahen wie ganz normale BänkerInnen aus. Ich weiß nicht, ob ich jetzt Strickpullis und Bio-Yogitee erwartet hab, aber dass das Gespräch in seiner ganzen Atmosphäre und seinem Inhalt 1:1 war wie bei der Deutschen Bank damals, fand ich irgendwie ernüchternd. Kein einziges Mal fielen Wörter wie “Umwelt”, “Ethik” oder “Nachhaltigkeit” und einen Satz wie “Schön, dass Sie sich für uns entschieden haben” oder “Wir freuen uns, Sie als Kundin gewonnen zu haben” habe ich auch nicht gehört *schmoll* Ich denke, ich werde trotzdem eine zufriedene GLS-Kundin, aber in die Zentrale gehe ich glaub’ ich vorerst nicht mehr.

Freitags-Füller

2010
02.26

So, ich mach da jetzt auch mal mit. Die schwarzen Worte sind vorgegeben, die grünen von mir. Bei 4. wär aber wohl jeder drauf gekommen ;)

1. Saure Gurken, da mag ich am liebsten die roten vom Kiosk.

2. Ich finde sie mit ihrem höher, schneller, weiter nicht mehr gut, die olympischen Spiele.

3. Der Schnee hat gut daran getan, endlich zu verschwinden.

4. Kein Atomstrom fließt in meinem Haus.

5. Es ist 20.25 Uhr, das bedeutet, ich hab den Anfang des Abendprogramms verpasst. Macht aber nix.

6. Ein Schreibwarenladen in Bochum ist schwer zu finden.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf früh schlafen und Hörbuch hören, morgen habe ich einen tollen Empfang für den Urlaubs-Rückkehrer geplant und Sonntag möchte ich LOST gucken und Sushi essen gehen !

Gutes Geld, schlechtes Geld

2010
02.24

Nachdem ich so viel in meinem Alltag schon auf ökologisch und ethisch korrekt umgestellt habe, gibt es immer noch einen Bereich, den ich bisher nicht angetastet habe: Meine Finanzen.

Bisher lagert mein Geld fröhlich und kostenlos bei der Dibadibadou und zwar schon seit Jahren und zu meiner völligen Zufriedenheit. Völligen Zufriedenheit? Nein. Denn immer wieder höre und lese ich von den üblen Geschäften der Standard-Banken. Skrupellose Ausbeutung von Menschen und Natur in allen Gebieten dieser Erde, denn das bringt ja ordentlich Rendite. Genau recherchiert habe ich das noch nicht, aber ich bin sicher, es würde ganz furchtbares zu Tage treten.

Um diesen Eindruck noch zu festigen, hängen in Bochum überall Plakate der GLS Bank, zum Beispiel dieses:

Oder dieses:

Das klingt doch wundervoll. Eine Bank, die das ihr anvertraute Geld nur in ökologisch und ethisch korrekte Projekte investiert. Und damit auch noch äußerst erfolgreich ist.

Der große Haken: Es ist teuer. Jedenfalls im Vergleich zur Diba, bei der es nichts kostet. Nicht mal das Geld-Abheben im Ausland mit der ebenfalls kostenlosen VISA-Karte. Für Konto, EC-Karte und Kreditkarte sind bei der GLS schonmal ca. 5 EUR monatlich fällig. Dazu kommt, dass man nur an bestimmten Automaten kostenlos abheben kann und im Ausland schon mal gar nicht. Andererseits… Will ich bei der Bank auf Kosten von Umwelt und Menschen sparen, obwohl ich das sonst ja auch nicht will…? Der Automat ist nicht wirklich weit weg und wie oft bin ich schon im Ausland…? Außerdem spare ich mir ja bald die Kirchensteuer… Schwierig schwierig…