Blümchenguerilla

Im täglichen Kampf für eine bessere Welt

Flower

Archive for August, 2009

Wir sind hier nicht bei “Wünsch dir was”:

Sondern bei “So isses”:

Festival-Nachlese

Wie es sich für diesen Blog gehört, werde ich das Ganze mal aus einer anderen Perspektive beleuchten. Wetter, Stimmung und Musik waren prima in Haldern, auch wenn diesmal leider niemand dabei war, den wir so richtig toll fanden. Das Quechua-Zelt braucht wirklich ehrlich nur 2 Sekunden, bis es aufgebaut ist (aufgepoppt müsste es wohl heißen), plus nochmal eine Minute, um die vier Heringe in der Erde zu versenken. Das Ding zusammenzufalten und wieder in die Tasche zu kriegen, hat auch nur noch ein paar Minuten gedauert und nicht wie beim ersten Mal eine Stunde *blush*

Aber die Menschen und ihr nicht vorhandener minimaler Respekt vor der Natur, die haben mich wirklich sehr enttäuscht. Ich weiß, dass das ein Festival ist und ich würde auch nie erwarten, dass die Zeltwiesen und die Wiese, auf der die Bühne steht, nachher irgendwie annähernd sauber aussehen. Auch wenn dauernd gratis Müllsäcke verteilt wurden und überall Mülltonnen stehen, erwarte ich das nicht. Ist ja auch normal, dass da nachher alles aufgeräumt werden muss.

Aber eine Sache fand ich richtig scheiße! Der Halderner See, der ca. 100m vom Festival-Gelände entfernt liegt, wurde genau wie in den letzten Jahren als Badewanne missbraucht, und zwar mit Shampoo, Duschgel und dem Rest der Ausrüstung. Mag ja sein, dass das nicht soo schlimm ist, wenn das mal passiert. Ich bin auch weder Chemiker noch Biologe und kann das wirklich beurteilen, aber dass hunderte von Leuten selbstverständlich mit ihrem Waschzeug zum See marschieren und sich dort drogerietechnisch austoben, find’ ich echt unglaublich dreist. Man kann dort übrigens für 1,50 EUR recht anständig duschen, das nur am Rande…

Haldern See

Rund um den See führt außerdem ein Trampelpfad, links und rechts gesäumt von Gebüsch und Bäumen. Auch hier konnte man wundervoll sehen, wie ignorant die Leute sind. Quasi unter und in jedem Busch fanden sich Bierflaschen, Plastikverpackungen von Essen, Luftmatratzen und Bikinis, Plastikflaschen, Papier usw… Wer soll das denn alles aufräumen und dabei unter den Büschen rumkriechen?

Irgendwie hatte ich von den “Indie-Leuten”, die mit ihren alternativen Klamotten, erlesenem Musikgeschmack und vielen kleinen Kindern im Gepäck, gerade das natur-nahe und entspannte an diesem Festival lieben, etwas mehr Umsicht erwartet. Schade…

Vertraust du noch?

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