Archive for Februar, 2010
Freitags-Füller 8-2010

So, ich mach da jetzt auch mal mit. Die schwarzen Worte sind vorgegeben, die grünen von mir. Bei 4. wär aber wohl jeder drauf gekommen ;)
1. Saure Gurken, da mag ich am liebsten die roten vom Kiosk.
2. Ich finde sie mit ihrem höher, schneller, weiter nicht mehr gut, die olympischen Spiele.
3. Der Schnee hat gut daran getan, endlich zu verschwinden.
4. Kein Atomstrom fließt in meinem Haus.
5. Es ist 20.25 Uhr, das bedeutet, ich hab den Anfang des Abendprogramms verpasst. Macht aber nix.
6. Ein Schreibwarenladen in Bochum ist schwer zu finden.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf früh schlafen und Hörbuch hören, morgen habe ich einen tollen Empfang für den Urlaubs-Rückkehrer geplant und Sonntag möchte ich LOST gucken und Sushi essen gehen !
Gutes Geld, schlechtes Geld
Nachdem ich so viel in meinem Alltag schon auf ökologisch und ethisch korrekt umgestellt habe, gibt es immer noch einen Bereich, den ich bisher nicht angetastet habe: Meine Finanzen.
Bisher lagert mein Geld fröhlich und kostenlos bei der Dibadibadou und zwar schon seit Jahren und zu meiner völligen Zufriedenheit. Völligen Zufriedenheit? Nein. Denn immer wieder höre und lese ich von den üblen Geschäften der Standard-Banken. Skrupellose Ausbeutung von Menschen und Natur in allen Gebieten dieser Erde, denn das bringt ja ordentlich Rendite. Genau recherchiert habe ich das noch nicht, aber ich bin sicher, es würde ganz furchtbares zu Tage treten.
Um diesen Eindruck noch zu festigen, hängen in Bochum überall Plakate der GLS Bank, zum Beispiel dieses:
Oder dieses:
Das klingt doch wundervoll. Eine Bank, die das ihr anvertraute Geld nur in ökologisch und ethisch korrekte Projekte investiert. Und damit auch noch äußerst erfolgreich ist.
Der große Haken: Es ist teuer. Jedenfalls im Vergleich zur Diba, bei der es nichts kostet. Nicht mal das Geld-Abheben im Ausland mit der ebenfalls kostenlosen VISA-Karte. Für Konto, EC-Karte und Kreditkarte sind bei der GLS schonmal ca. 5 EUR monatlich fällig. Dazu kommt, dass man nur an bestimmten Automaten kostenlos abheben kann und im Ausland schon mal gar nicht. Andererseits… Will ich bei der Bank auf Kosten von Umwelt und Menschen sparen, obwohl ich das sonst ja auch nicht will…? Der Automat ist nicht wirklich weit weg und wie oft bin ich schon im Ausland…? Außerdem spare ich mir ja bald die Kirchensteuer… Schwierig schwierig…
Vom Essen ohne Tiere
Also nach ganzen 6 Tagen kann ich es vielleicht noch nicht wirklich beurteilen, aber das mit dem vegetarisch essen klappt echt ganz gut. Mir ist heute auch nur ganz kurz ein freundliches Salamibrot vor meinem inneren Auge erschienen ;)
Und experimentiert habe ich auch. Da ich momentan nicht bekocht werde, muss es etwas schneller gehen, denn nach der Arbeit z.B. habe ich einfach keine Lust viel zu dollen Hunger keine Zeit, noch frisch einzukaufen und zu kochen.
Experiment 1:

Alnatura Gemüse Burger
Mich stört, dass es pulvriges Zeugs aus der Tüte ist, denn ich mag eigentlich am liebsten Nahrungsmittel in Ihrem Urzustand, ohne dass eine Fabrik damit schon jede Menge Sachen gemacht. Und die fertige Masse sieht aus wie – nun ja… Das Gegenteil von Essen. Aber rohes Hackfleisch ist auch nicht besonders schick und nachher sah das Ganze so aus, war gestern lecker und heute in kalt bei der Arbeit auch:
Den Versuch eines selbstgemachten Ketchups, bei dessen Kostprobe ich mich schütteln musste, lass ich mal weg.
Heute ein Fertiggericht. Die mag ich eigentlich auch nicht, aber da es Bio ist, habe ich gehofft, dass das, was ich daran nicht mag, gar nicht drin ist.

Ökoland Gemüse Reis Pfanne
Und siehe da, echt lecker. Kein bisschen matschig, kein bisschen künstlich. Und sogar die Rosinen waren toll :)
Morgen gibt es Pommes, das ist auch schnell und lecker. Und vielleicht einen gehaltvolleren Blogbeitrag ;)
Benedikt… Es ist aus!*
Oh weh, mich plagt die Gretchenfrage! Ich bin katholisch, aber warum eigentlich? Den Gedanken, aus der Kirche auszutreten, hatte ich schon vor Jahren zum ersten Mal, hab es aber immer wieder vergessen und für unwichtig befunden. Die jüngsten Ereignisse und Enthüllungen über die Organisation “Katholische Kirche” und vor allem die internen Kommentare dazu habe ich mit Entsetzen verfolgt und immer wieder den Gedanken gehabt, wie man mit denen etwas zu tun haben möchte. So ein elitärer, reaktionärer, ignoranter Sch***-Laden!
Aber Moment! Ich HABE etwas mit denen zu tun. Ich bin ein offizielles Mitglied und unterstütze sie jährlich mit einem nicht ganz so geringen Betrag. Dies ist allerdings hoffentlich bald Geschichte. Mir reicht es und ich trete aus. Und ich hoffe, dass dies viele Menschen tun, damit die endlich mal aufwachen! Es ist schade für all die lieben Menschen in den “unteren Ebenen”, die vermutlich sogar zu einem Großteil tolle Arbeit machen und Menschen helfen, aber was genug ist, ist genug.
Jetzt stellt sich mir nur noch eine wichtige Frage: Werde ich evangelisch oder lasse ich es ganz mit dem Christ-Sein? Mit den christlichen Werten kann ich mich ganz gut identifizieren und auch wenn ich nicht klassisch an Gott glaube (Bart, Himmel usw.), bin ich der Überzeugung, dass “da” noch “etwas” ist, außer unserem alltäglichen, oberflächlichen Leben hier auf der Erde. Außerdem halte ich viele kirchliche Einrichtungen und Projekte für sehr sinnvoll und gebe dafür gerne einen Teil meines Geldes her. Und Frau Käßmann ist mir aus den verschiedenen Zeitungsartikeln der letzten Monate mit ihrer Einstellung auch sehr sympathisch. Allerdings hab ich bis auf ein paar grundsätzliche Dinge keine Ahnung, wo da jetzt die großen und kleinen Unterschiede liegen. Und außerdem, nehmen die mich denn so einfach? ;)
* übrigens angelehnt an die Dönerladen-Szene aus "Herr Lehmann". Großartig.
You are currently browsing the Blümchenguerilla blog archives for Februar, 2010.





