Willi, mach ma die Bäume da weg*
Uff! Gerade haben wir einen Info-Abend für Neulinge in der kommunalen Politik hinter uns gebracht und ich muss sagen – ich versteh nur MG Hbf, haha! Das ist ganz schön kompliziert, aber auch ganz schön interessant. Nur hab ich den Eindruck bekommen, der Gedanke, ich hätte mir mittlerweile sowas wie einen kleinen Überblick gemacht, ist – uhm – ziemlich optimistisch gewesen.
Das Wichtigste war aber etwas ganz anderes. Was in der Stadt so passiert, beschlossen und durchgeführt wird, ist keine Sache, die der Einzelne passiv ertragen muss. Zum Beispiel kann man auf einem Spaziergang ein Steinkauzpärchen entdecken (oder eine andere geschützte Tierart) und damit definitiv verhindern, dass die Grünfläche, in der man immer spazieren und joggen geht, demnächst Neubauten weicht. Generell kann man jederzeit und zu allen Themen seine Bedenken und Anregungen an einen Ausschuss der Stadt senden, so lange dies im Rahmen des Gesetzes geschieht. Daraufhin wird sich die Stadt damit beschäftigen müssen. Und wenn man z.B. ein Killer-Argument wie “geschützte Tierart” hat, hat man als einzelner auf einmal ganz schön viel Einfluss.
Das Problem ist nur, das weiß keiner. Wer das jetzt gelesen hat, schon! Also, was passt euch nicht in eurer Stadt? An die E-Mails, fertig, los!
*Sollte hier in Mönchengladbach etwa geklüngelt werden? Kann es sein, dass bestimmte Vorhaben nicht den ordentlichen Weg gehen, weil die Entscheider jemanden kennen, der jemanden kennt? Das wäre ja verantwortungslos. Nachher hätten wir dann z.B. ein Einkaufszentrum, das die Mehrheit der Stadt-Bewohner gar nicht will…
Tags: Kommunalpolitik, MG
This entry was posted on Dienstag, April 28th, 2009 at 22:22 and is filed under Allgemeines. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.


April 29th, 2009 at 09:41
So lobenswert Artenschutz auch ist – Du beschreibst lediglich, wie man durch aktives Hinweisen auf bestehende Gesetze ein Vorhaben *VERHINDERN* kann.
Was mich wirklich wurmt ist das Gegenteil: Graz ist arg feinstaubbelastet, aber sämtliche Diskussionen versanden. Förderung für neue Heizanlagen (Kohleöfen erzeugen ja auch massiv Feinstaub), Umdenken beim Individualverkehr usw – im Jahrestakt tauchen Vorschläge einer Gruppe auf, die sofort von einer anderen politischen Strömung mit Hinweis auf die Arbeitsplätze und die Unzumutbarkeit blockiert werden. Jahre vergehen, nichts ändert sich.
Und DA wär ein Weg, wie man als Bürger Einfluss nehmen kann, wirklich gefragt.
April 29th, 2009 at 09:55
Hmm… Das ist natürlich schwierig. Das mit den Steinkäuzen war ja auch nur ein Beispiel und wir haben Glück, dass wir immer noch “Die Großstadt im Grünen” sind und in dem Fall verhindern schon was bringt.
Außer Bürgerinitiative gründen und “grüne” Parteien wählen, die diese Pläne haben, fällt mir spontan nix ein. Aber es gibt doch diese EU-Feinstaubrichtlinie, die “bald” umgesetzt werden muss. Dann werden sie wohl loslegen, total hektisch und unkoordiniert ;)