Die eigene Stadt neu entdecken
Nachdem ich es mir monatelang nur so im Hinterkopf behalten habe, um mich irgendwann mal näher damit zu befassen, habe ich es letztens endlich mal ausprobiert: Geocaching
Ein Hobby, das wohl ziemlich nerdig ist und mich deswegen trotzdem sofort gepackt hat. Im Internet (www.geocaching.com) hab ich also nach einem “Cache” in der Nähe gesucht, mir einen einfachen für Anfänger näher angeschaut und bin los. Und siehe da, an einer Stelle, an der ich seit Jahren fast täglich vorbeilaufe, versteckte sich ein Film-Döschen mit einer Rolle drin. Dort konnte ich dann als stolze Finderin meinen Namen eintragen. Klingt unspektakulär? Ausprobieren! ;)
Es gibt ja nicht nur so simple Caches, bei denen man einfach zu vorgegebenen Koordinaten geht und sucht. Es gibt ganz schön harte Rätsel zu knacken und es gibt teilweise ganz schön viele Stationen zurückzulegen. Es soll sogar einen geben, der den Cacher von Rom nach Venedig führt. Teilweise enthalten die Dosen nur die oben erwähnte Papierrolle, teilweise aber auch nette Kleinigkeiten. Bei meinem ersten Cache mit Inhalt habe ich mir gestern eine Wall-E Figur genommen und sie gegen ein Spielzeugauto getauscht.
Dieser Cache hatte es in sich. Er bestand nicht nur aus mehreren Stationen in der Stadt, dreimal mussten wir außerdem zum Final (die Stelle, an der er versteckt ist), bis wir ihn endlich mit viel Hilfe und Bestätigung, dass er noch da ist, gefunden haben.
Und ich denke auch hier gilt wie so oft: der Weg ist das Ziel! Man kommt in Ecken der Stadt, die man noch gar nicht kennt, betrachtet das ganze aus einer anderen Perspektive und kommt öfter mal vor die Tür. Auf große Expedition hab ich mich noch nicht gewagt, aber es könnte ja theoretisch sein, dass ich ab meinem morgigen Geburtstag ein GPS-Gerät besitze, dass mich durch die Wildnis leiten könnte… *rolleyes*
Was mich persönlich auch besonders angesprochen hat, ist die Maxime “Cache in, Trash out”. Man nehme eine Mülltüte mit auf die Jagd und sammle ein bisschen den ganzen Sch*** ein, den die Leute so liegen lassen. Und das ist echt ‘ne Menge und außer dass der da nicht hingehört, stört der auch beim Suchen, weil man dauernd denkt, man wäre fündig geworden.

Stolpersteine in Rheydt: Ein Element des Caches “Geschichte, über die man stolpert” Hier musste man die Ziffern der Geburtsjahre in eine Rechnung eintragen, um an die Koordinaten der nächsten Station zu kommen
Tags: Geocaching, MG
This entry was posted on Donnerstag, Juli 23rd, 2009 at 21:57 and is filed under Allgemeines. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.


Juli 23rd, 2009 at 22:09
Danke für den Beitrag. Ich mach mich auch innerhalb der nächsten 2 Wochen auf die ersten Suchen. Bin selber Anfänger und habe noch kein GPS-Gerät. Bin gespannt, ob ich es trotzdem schaffe.
Juli 23rd, 2009 at 22:28
@Stefan: Borg Dir einfach ein Hendi mit GPS – heut ist es ja in vielen Telefonen schon eingebaut.
Viel Spass!
Juli 23rd, 2009 at 23:16
Na dann willkommen im Club :-) Auch für mich ist der Weg das Ziel und ich bin immer wieder erstaunt, was ich dabei für Ecken entdecke, an die ich sonst niemals nie gekommen wäre.
Dabei sollen wir doch nicht rausgehen ;-)
http://www.youtube.com/watch?v=B9uK7NgA53g
Juli 23rd, 2009 at 23:19
Schön geschrieben, daher gleich mal getwittert :-)
Eines der letzten Abenteuer unserer Zeit … ;-)