Posts Tagged ‘Afrika’
Geschenke verschenken…
Macht man ja eigentlich nicht. Aber manchmal sind sie auch genau dazu gedacht :) Und da ich ja total mega wunschlos glücklich bin (und – äh – z.B. den kleinen Garmin von meinem Papa bekommen habe), hab’ ich mir diesmal gewünscht, auch jemand anderem etwas Gutes zu tun:
Bei Oxfam unverpackt kann man nämlich mal ganz anders einkaufen gehen als sonst, denn die Sachen werden irgendwo auf der Welt geliefert, wo sie dringend gebraucht werden. Entsprechend dem Budget, dass mir zur Vefügung stand, hab’ ich mich dann für die folgenden Dinge entschieden:

Zehn junge Bäume in der Demokratischen Republik Kongo

Ein Satz Schulbücher in der Demokratischen Republik Kongo
Nochmal vielen Dank an die lieben Schenker und ich hoffe, dass wir damit tatsächlich ein paar Menschen eine Freude gemacht haben :)
Europa, die Festung
Letztens habe ich einen sehr ergreifenden Artikel in der taz gelesen:
Dort beschrieben wird die über einjährige “Reise” eines Kameruners, der nach Europa wollte, um vor den Unruhen zu fliehen, bei denen bereits 100 Jugendliche von der Regierung getötet worden waren. Ein Jahr lang war er unterwegs und hat teilweise Schreckliches erlebt. Vor allem – und das ist wahrscheinlich DAS Problem der Menschheit – wie sich Einzelne und Gruppen die aussichtslose Lage anderer zu Nutze machen und diese bestehlen, ausbeuten, misshandeln oder sogar umbringen.

So lange ich dieses Thema auch drehe und wende in meinem Kopf, zu einem endgültigen Schluss komme ich nicht. Mir fehlen einfach die Informationen, aber eins ist klar: So wie es jetzt läuft, ist es schrecklich.
Meiner Meinung nach liegt es klar auf der Hand, dass es nicht nur für uns eine Selbstverständlichkeit sein sollte, dass man überall leben kann, wo man möchte. Wenn ich jetzt nach Nepal, Costa Rica oder Australien ziehen möchte, werde ich wohl kaum beim Versuch, dorthin zu gelangen von der Polizei aufgegriffen und in ein Flüchtlingsgefängnis in einem Land gebracht, das weder die Genfer Flüchtlingskonventionen unterschrieben hat, noch anscheinend in der Lage oder Willens ist, die Menschen würdig zu versorgen. Bei den Menschen, die im Mittelmeer von italienischen oder libyschen “Gesetzeshütern” aufgegriffen werden, wird ja nicht einmal geprüft, ob ein Asyverfahren eingeleitet werden sollte.
Das ist alles pure Anmaßung – wir müssen unseren Wohlstand verteidigen, wir müssen uns vor “denen” schützen. Das ist wie in der Schule das Kind mit den weniger betuchten Eltern nicht zum Geburtstag einladen und ihm keine Bonbons abgeben, mit dem kleinen Unterschied, dass es hier um Leben geht.
Die Welt war ursprünglich mal für alle da, bevor einige Wenige sie eingeteilt haben und wir hier uns dann glücklich schätzen konnten, nicht dort, sondern hier geboren zu sein.
Ich kann bestimmt keine Lösung aus dem Ärmel schütteln, bei mir können die nicht alle wohnen und ich kann ihnen weder Essen und Trinken, noch einen Job besorgen. Aber vielleicht sollten wir mal ein bisschen weniger Waffen liefern, ein bisschen weniger poltisch-taktisch die Gelder fließen lassen, ein bisschen weniger glauben, dass die Bewohner des afrikanischen Kontinents alles ungebildete und unqualifizierte soziale Störenfriede sind. Vielleicht sollten die Menschen, die zugucken und mitmachen und Geld scheffeln bei der Unterdrückung, Ermordung und Zerstörung mal ein bisschen schlechter schlafen.
Ich konnte es nämlich nicht mehr, nachdem ich den Artikel gelesen habe…
Ägypten?
Gestern wieder eine Doku von der neuen DVD geguckt. Diesmal ging es um Ägypten, genauer gesagt um drei Frauen, die in Ägypten eine Organisation gegründet haben, um die Regierung zu überwachen und unter Druck zu setzen, weil sie sich undemokratisch verhält.
Shayfeen – Wir beobachten euch!
Unglaublich mutige, tolle Frauen und eine sehenswerte Doku. Ich krieg’ mich ja immer gar nicht mehr ein, wenn ich so engagierte Menschen sehe. Leider habe ich festgestellt, dass es die Seite www.shayfeen.com nicht mehr gibt. Ich werde das mal recherchieren, was aus den Frauen und der Organisation geworden ist.
Mama Liberia makes it better
Gestern mal wieder richtig was gelernt – und das einfach nur beim DVD gucken. Meine neueste Errungenschaft ist nämlich diese hier:
Eine DVD von bpb mit 26 Kurzfilmen und Dokus aus aller Welt zum Thema Demokratie. Einer davon hat sogar ‘nen Oscar gewonnen.
Da ich sowieso seit Wochen dabei bin, mein Afrika-Wissen auf Vordermann zu bringen (hier kann man z.B. bis zum Abwinken mal einfach die Länder üben), passte das sehr gut.
Jedenfalls haben wir “Die Chefin” geschaut – die da wäre: Ellen Johnson Sirleaf, die erste gewählte Präsidentin eines afrikanischen Staates. Bewusst hat sie in der neuen Regierung auf Frauen gesetzt, z.B. als Justizministerin und Polizeichefin, und sich dann auf in den großen Kampf gegen Korruption, Schulden und Armut im bürgerkriegsgebeutelten Liberia gemacht. Und da denken wir, wir hätten Probleme…
Leider war es dann ziemlich schwierig, etwas aktuelles zu erfahren (*räusper*, das sind doch Afrika-Spezialisten unter meinen Lesern), da der Film ja schon vier Jahre alt ist. Auf jeden Fall lebt sie noch, was sehr erfreulich ist und vermutlich nicht selbstverständlich.


