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Green IT

Gestern gab es einen Vortrag bei den Grünen zum Thema Green IT. Erst war ich ein bisschen enttäuscht, dass der Herr ein Elektriker und kein Computer-Mann ist, es war aber doch sehr interessant und ich hab noch ein bisschen was gelernt.

Es ging um drei verschiedene Komponenten “green”, nämlich Strom sparen, Schadstoffe vermeiden und… uhm… naja… noch irgendeine mit Menschen und Arbeitsbedingungen. Glaub ich.

Der wichtigste Tipp zum Stromsparen war – surprise, surprise – ausschalten, wenn man den Rechner nicht braucht. Kann man ja lächerlich finden, aber es wird geschätzt, dass jährlich 360 Mio. EUR Stromkosten durch unbenutzte, eingeschaltete PCs flöten gehen. Ist doch ‘ne Menge Geld. Und analog ‘ne Menge CO2, die gespart werden könnte.

Außerdem weiß ich jetzt, dass unsere PS3 krebserregend ist. Ebenso wie die Wii und die Xbox, ein Austausch würde also nichts bringen. Das dürfen die auch nur sein, weil sie nicht als Kinderspielzeug gelten. Dass sie trotzdem als Kinderspielzeug benutzt werden, ändert daran wohl leider nichts.

Richtig cool wird es allerdings, wenn in großen Rechenzentren die Abwärme der Rechner zum Heizen von angrenzenden Gebäuden genutzt wird. Das klingt mir doch mal nach Zukunft! Könnte man doch in Mönchengladbach mal einführen, zumal wir gestern erfahren haben, dass es hier einige Rechenzentren gibt. Aber sowas kann das Ingenieurbüro Besten (Firma des CDU-Fraktionsvorsitzenden, die zufällig eine Menge Aufträge in MG übernimmt) wahrscheinlich nicht bauen.

Alles richtig gemacht

Ob Earth Hour oder nicht, wir waren unglaublich sparsam! Das erste Mal, seitdem ich sie selbst bezahlen muss, sind die Jahresabrechnungen von Strom- und Gasversorger und Vermieter kein Schock. Die NVV hat uns über 300 EUR zurückgegeben (zum Dank gibt es ab übermorgen Ökostrom und Gas von Lichtblick, fast zum gleichen Preis) und der Vermieter 250 EUR. Wir sind reich und haben ein bisschen das Klima gerettet ;)

Und keine Angst, wir haben weder gefroren, noch kalt geduscht oder sonst irgendwie auf Wohlgefühl verzichtet. Die eingehende Beschäftigung mit der Heizungssteuerung, Vorlauf-Temperatur runterregeln, richtig lüften, Kühlschrank auf 1,5 runter und immer schön Licht ausmachen, wenn man nicht im Zimmer ist, haben gewirkt. Und/oder unsere Vormieter waren ganz böse Energieverschwender.

Und damit das alles in Zukunft noch besser klappt, gibt es nachher das hier :)

50 einfache Dinge

Oh je, mein Licht war an

Sowas blödes. Die halbe Welt schaltet symbolisch das Licht aus, um auf Energie-Verschwendung aufmerksam zu machen, und ich habe nichts davon mitbekommen. Wie wär’s, wenn man das einmal in der Woche macht. Dann hätten die kritischen Stimmen auch weniger Argumente, das würde ja gar nichts bringen. Sehe ich aber auch so anders. Symbolwirkung ist besser als gar keine Wirkung. Die Menschen sind doch immer so orientierungslos ;)