Blümchenguerilla

Im täglichen Kampf für eine bessere Welt

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Wir sind wieder da

Ich bin soo glücklich, es ist unfassbar. Der Umzug ging schnell und glatt über die Bühne, vor allem natürlich wegen unserer fleißigen Helfer (z.B. Kevin, der Überraschungs-Kraftprotz) und die Wohnung ist einfach der Knaller. Deswegen haben wir wohl auch in Windeseile alles ausgepackt, aufgebaut und eingeräumt, was möglich war. Nur die Küche braucht noch drei Wochen, aber die sollten sich ja auch überstehen lassen.

Morgens stehe ich auf, gehe ins Wohnzimmer und reibe mir die Augen. HIER wohnen wir jetzt? Wir haben einen GARTEN? Wir sind wieder bei Family & Friends? Das ist einfach wundervoll. Ich komme mir vor wie ein Pflänzchen, das man versucht hat, an den falschen Ort zu verpflanzen und dass jetzt wieder lauter neue Knospen bekommt. Ich finde Bochum wirklich toll, aber so “richtig”, wie sich das hier anfühlt, war es dort nicht mal ansatzweise. Somit bekenne ich mich der Heimatverbundenheit 100% schuldig und bin sicher, auch ohne das Bermudadreieck und die anderen tollen Sachen hier glücklich zu sein. Und so weit ist der Pott ja nicht weg. Immerhin muss der Mate ja öfter mal dahin *hust*.

Und so sieht dat aus momentan:


Come in here…


… blog and surf there…


… sleep here…


… eat there…


… watch DVD and play Wii here…


… and enjoy sun and fresh air there! :)

Fast wieder zu Hause

Oooh, diese Ungeduld. Seit fast drei Wochen hause ich nun ab und zu mit Matratze, Esstisch und voll ausgestattetem Badezimmer in der neuen Wohnung in MG. Das ist zwar schön, weil ich nicht so früh aufstehen muss, um zur Arbeit zu kommen, das ist aber auch ziemlich blöd so ohne Mate und ohne Internet und ohne meine ganzen Sachen. Der Kleiderhaufen ist ein wenig unkomfortabel und das leere Wohnzimmer ein wenig trostlos.

Aber übermorgen ist es soweit! Alle Sachen sind eingepackt, die Möbel abgebaut (der Mate haust also in einer genauso trostlosen Wohnung) und die Helferlein stehen parat. Und ich kann es nicht erwarten! Ich kann nicht schlafen, ich zähle die Stunden und bin total aufgeregt. Hauptsächlich vor Freude. Ich bin zwar auch ziemlich traurig, wieder aus Bochum wegzuziehen, weil es dort echt schön ist, aber es überwiegt definitif die Freude, wieder ein richtiges Zuhause zu haben. In der Nähe von Freunden und Familie. Und ein richtiges Leben. Das sich in der Woche nicht zu einem Drittel in der Bahn abspielt.

Auch wenn es viele Unkenrufe gibt. Ich mag Rheydt. Und ich bin froh, wieder hier zu sein :)

Should I stay or should I go?

Hach nee… Es ist so furchtbar kompliziert! Plötzlich taucht in unseren Köpfen der Gedanke auf, dass wir genauso wieder zurück nach Gladbach ziehen könnten. Der Master gestaltet sich für den Mate ein wenig anders als erwartet und erfordert nicht die prophezeite, vollkommene Anwesenheit. Und ich, ich wäre ja von alleine nie auf die Idee gekommen, nach Bochum zu ziehen. Wenn es ein Bochum-Mönchengladbach-O-Meter gäbe, würde es momentan zu ca. 120% auf Gladbach stehen. Allein dass die Frage in meinem Kopf lautet “Sollen wir wieder nach Hause ziehen?”, sagt ja schon so einiges.

Es gibt aber auch so viele Dinge, die ganz furchtbar nerven. Dass die Abende in der Woche nur drei Stunden haben. Dass wir für fast alle Treffen mit Freunden und Familie oder mit den Grünen einen Schlafplatz organisieren müssen oder zumindest ewig unterwegs sind. Dass ich mich hier nicht einleben kann, wenn ich so wenig freie Zeit hier verbringe. Dass es in der Wohnung einige sub-optimale Sachverhalte gibt, die Verwalterin aber alle Anfragen und Anmerkungen Volley nimmt und gnadenlos zurück schmettert. Und noch ein paar Dinge mehr…

Was aber außer netten Menschen, die jetzt näher sind und dem vielen Geld und der vielen Arbeit, die wir vor sage und schreibe sechs Monaten hier investiert haben, sehr für Bochum spricht, ist Bochum. Ich mag die Stadt sehr. Ich bin traurig, dass ich durch die Gladbach-Fahrerei hier nicht richtig ankommen kann. Dass ich nicht ausgiebiger durch die Straßen schlendern und die Gegend erkunden kann. Dass man hier so viele Möglichkeiten hat. Zum Essen. Zum Filme gucken. Zum Bier trinken. Zum irgendwas erleben. Nur kann ich das nicht ausnutzen, denn wenn ich nach 12 Stunden unterwegs nach Hause komme, sehne ich mich vor allem nach Essen und Couch. So hatte ich mir das nicht vorgestellt. Und der Mate auch nicht.

Was tun?

Der Countdown läuft

So… Unsere letzte Woche in Mönchengladbach hat begonnen und das fühlt sich ganz schön komisch an. Wir haben schon viele Kartons gepackt, Möbel abgebaut, alles organisiert, zu Ende ge-wahlkämpft und schon nächsten Sonntag wachen wir morgens in Bochum auf – auf dem Sofa, zwischen Kartons und leeren Wänden, ohne Küche für Frühstück, ohne alles ;)

Einerseits realisiere ich das überhaupt nicht, dass die Zeit in MG erstmal vorbei ist, andererseits glaube ich, dass das ziemlich unspektulär wird. Ich bin ja sowieso die ganze Woche hier zum Arbeiten und am Wochenende müssen wir doch mal ab und zu Freunde und Familie besuchen, Fußball gucken usw. Also wer weiß, vielleicht sind wir ja gar nicht richtig weg. Oder wir merken, wie toll es woanders ist und komen nieee mehr wieder.

Aber apropos Fußball gucken. Die Borussia hat gestern unsere letzte Woche eingeläutet – mit einem standesgemäßen Sch***-Spiel. 45 Minuten Euphorie und Hoffnung gegen Hoffenheim und dann der obligatorische Einbruch. Naja, man erwartet das ja irgendwie auch ;) Egal, die Sonne schien, der Tag war schön, ich verzeihe ihr. Wie immer!

Und hier ist schon wieder ein Video, aber ein selbst gedrehtes, das zählt nicht, oder? ;)

Die eigene Stadt neu entdecken

Nachdem ich es mir monatelang nur so im Hinterkopf behalten habe, um mich irgendwann mal näher damit zu befassen, habe ich es letztens endlich mal ausprobiert: Geocaching

Ein Hobby, das wohl ziemlich nerdig ist und mich deswegen trotzdem sofort gepackt hat. Im Internet (www.geocaching.com) hab ich also nach einem “Cache” in der Nähe gesucht, mir einen einfachen für Anfänger näher angeschaut und bin los. Und siehe da, an einer Stelle, an der ich seit Jahren fast täglich vorbeilaufe, versteckte sich ein Film-Döschen mit einer Rolle drin. Dort konnte ich dann als stolze Finderin meinen Namen eintragen. Klingt unspektakulär? Ausprobieren! ;)

Es gibt ja nicht nur so simple Caches, bei denen man einfach zu vorgegebenen Koordinaten geht und sucht. Es gibt ganz schön harte Rätsel zu knacken und es gibt teilweise ganz schön viele Stationen zurückzulegen. Es soll sogar einen geben, der den Cacher von Rom nach Venedig führt. Teilweise enthalten die Dosen nur die oben erwähnte Papierrolle, teilweise aber auch nette Kleinigkeiten. Bei meinem ersten Cache mit Inhalt habe ich mir gestern eine Wall-E Figur genommen und sie gegen ein Spielzeugauto getauscht.

Dieser Cache hatte es in sich. Er bestand nicht nur aus mehreren Stationen in der Stadt, dreimal mussten wir außerdem zum Final (die Stelle, an der er versteckt ist), bis wir ihn endlich mit viel Hilfe und Bestätigung, dass er noch da ist, gefunden haben.

Und ich denke auch hier gilt wie so oft: der Weg ist das Ziel! Man kommt in Ecken der Stadt, die man noch gar nicht kennt, betrachtet das ganze aus einer anderen Perspektive und kommt öfter mal vor die Tür. Auf große Expedition hab ich mich noch nicht gewagt, aber es könnte ja theoretisch sein, dass ich ab meinem morgigen Geburtstag ein GPS-Gerät besitze, dass mich durch die Wildnis leiten könnte… *rolleyes*

Was mich persönlich auch besonders angesprochen hat, ist die Maxime “Cache in, Trash out”. Man nehme eine Mülltüte mit auf die Jagd und sammle ein bisschen den ganzen Sch*** ein, den die Leute so liegen lassen. Und das ist echt ‘ne Menge und außer dass der da nicht hingehört, stört der auch beim Suchen, weil man dauernd denkt, man wäre fündig geworden.

Stolpersteine
Stolpersteine in Rheydt: Ein Element des Caches “Geschichte, über die man stolpert” Hier musste man die Ziffern der Geburtsjahre in eine Rechnung eintragen, um an die Koordinaten der nächsten Station zu kommen

Da isser!

Gestern stilecht im Rathaus die ersten Hochrechnungen geschaut. War jetzt nicht soo dolle für die Grünen, aber auch nicht für die CDU. Nur die FDP hat unglaublich zugelegt. Beim nächsten Wahlplakat färben wir uns wohl alle die Haare blond. Und regelmäßig zur Arbeit gehen wir auch nicht mehr. Muss irgendwie Eindruck gemacht haben…

Da “alle Bürger herzlich eingeladen” waren (Seite 1, Stadt-Blättchen), hatte ich mir allerdings etwas mehr Andrang erwartet. Immerhin habe ich die politische Prominenz der Stadt gesehen, teils mit bemüht neutralen Gesichtern. Und habe außerdem eine weitere Berühmtheit der Stadt Mönchengladbach vor die Kamera bekommen.

Ich präsentiere den Gladbacher Filz:

Gladbacher Filz

Ein ganz übler Geselle. Man sagt, er hat sich schon vor Jahrezehnten eingenistet und soll sehr schwer zu vertreiben sein. Vielleicht kann man ein paar Sonnenblumen auf ihm pflanzen! :)